Conve GmbH, Lerchenweg 33, 9400 Wolfsberg, Österreich
Stand: 17.03.2026
1.1. Diese AGB gelten für alle Leistungen der Conve GmbH (nachfolgend „Anbieter") im Zusammenhang mit der SaaS-Plattform „Tracono" (nachfolgend „Plattform") gegenüber Unternehmern im Sinne des § 1 UGB.
1.2. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird.
1.3. Die Nutzung der Plattform unterliegt zusätzlich den Nutzungsbedingungen. Bei Widersprüchen haben diese AGB Vorrang.
2.1. Der Anbieter stellt eine webbasierte Business-Software als Software-as-a-Service (SaaS) bereit, erreichbar unter app.tracono.com. Die Plattform umfasst Module für Rechnungswesen, CRM, Kalender, Aufgabenverwaltung, E-Mail-Marketing, Tickets, Kassensystem (RKSV), KI-Assistenz, Lagerverwaltung, Online-Booking und weitere Funktionen.
2.2. Der Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweils gewählten Modulkonfiguration. Kostenlose Module (Basisversion) stehen ohne zeitliche Befristung zur Verfügung. Der Anbieter behält sich vor, den Umfang des kostenlosen Plans mit einer Frist von 60 Tagen zu ändern (siehe §12).
2.3. Kostenpflichtige Module werden nach Aktivierung durch den Kunden freigeschaltet. Der aktuelle Funktionsumfang und die Preise sind unter www.tracono.com/preise einsehbar.
2.4. Integrationen mit Drittanbietern (Microsoft 365, Google Workspace, WordPress/WooCommerce, Cloud-Speicher, IMAP/CalDAV/CardDAV) stehen je nach Konfiguration zur Verfügung. Der Anbieter haftet nicht für die Verfügbarkeit oder Funktionalität von Drittanbieter-Diensten.
3.1. Der Vertrag kommt durch die Registrierung auf der Plattform zustande. Mit der Registrierung akzeptiert der Kunde diese AGB, die Nutzungsbedingungen und den Auftragsverarbeitungsvertrag. Die Datenschutzerklärung informiert über die Verarbeitung personenbezogener Daten.
3.2. Jeder Neukunde erhält eine kostenlose Testphase von 14 Tagen mit Zugang zu allen kostenpflichtigen Modulen. Nach Ablauf der Testphase werden kostenpflichtige Module automatisch deaktiviert, sofern keine Zahlungsart hinterlegt wurde.
3.3. Wird innerhalb der Testphase eine Zahlungsart hinterlegt, beginnt die kostenpflichtige Nutzung nahtlos nach Ablauf der Testphase. Die erste Rechnung wird automatisch erstellt.
3.4. Module können jederzeit einzeln aktiviert oder deaktiviert werden.
4.1. Alle angegebenen Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 20%).
4.2. Die Abrechnung erfolgt wahlweise monatlich, halbjährlich (5% Rabatt) oder jährlich (10% Rabatt) im Voraus.
4.3. Bei Aktivierung eines Moduls während eines laufenden Halbjahres- oder Jahreszeitraums wird der anteilige Betrag (pro rata temporis) mit der nächsten Rechnung verrechnet.
4.4. Rechnungen werden elektronisch per E-Mail im PDF-Format (ZUGFeRD-konform) zugestellt und sind innerhalb von 14 Tagen ab Ausstellungsdatum fällig.
4.5. Gutscheincodes reduzieren die erste Rechnung um den angegebenen Prozentsatz. Gutscheincodes sind einmalig einlösbar, nicht mit anderen Aktionen kombinierbar und haben ggf. ein Ablaufdatum.
5.1. SEPA-Lastschrift: Der Kunde erteilt ein SEPA-Basislastschriftmandat (Gläubiger-Identifikationsnummer: AT39ZZZ00000053554). Der Einzug erfolgt frühestens 5 Werktage nach Rechnungsstellung. Der Kunde wird mindestens 5 Tage vor dem Einzug per E-Mail informiert (Pre-Notification). Der Kunde kann innerhalb von 8 Wochen ab Belastungsdatum die Erstattung verlangen.
5.2. Kreditkarte: Die Abwicklung erfolgt über Stripe Payments Europe Ltd., Dublin, Irland. Die Belastung erfolgt automatisch zum Fälligkeitsdatum.
5.3. Überweisung: Bei Zahlung per Überweisung gelten die auf der Rechnung angegebenen Bankverbindungsdaten. Die Zuordnung erfolgt über die Zahlungsreferenz.
5.4. Bei Zahlungsverzug wird eine Mahngebühr von € 5,00 netto je Mahnstufe erhoben (maximal 4 Mahnstufen). Verzugszinsen betragen 9,2 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz gemäß § 456 UGB.
6.1. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß DSGVO und dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG). Einzelheiten sind in der Datenschutzerklärung geregelt.
6.2. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (z.B. Kontaktdaten der Kunden des Kunden), schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Der AVV gilt als mit der Registrierung akzeptiert.
6.3. Serverdaten werden ausschließlich in der EU (Hetzner Cloud, Deutschland/Finnland) gespeichert und AES-256 verschlüsselt. Eine Übermittlung in Drittländer findet nicht statt.
6.4. Bei Nutzung von Drittanbieter-Integrationen (z.B. Microsoft 365, Google, Stripe) gelten zusätzlich deren Datenschutzbestimmungen.
7.1. Alle Rechte an der Plattform, einschließlich Software, Quellcode, Design, Markenzeichen und Dokumentation, verbleiben ausschließlich beim Anbieter.
7.2. Der Kunde erhält ein nicht-exklusives, nicht-übertragbares, nicht-unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der Plattform für die Dauer des Vertragsverhältnisses.
7.3. Die vom Kunden eingegebenen Daten verbleiben im Eigentum des Kunden. Der Anbieter erwirbt keine Rechte an den Kundendaten, außer zur Vertragserfüllung erforderlich.
8.1. Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5% an, gemessen monatlich, ausgenommen geplante Wartungsfenster und höhere Gewalt.
8.2. Geplante Wartungsarbeiten werden mindestens 48 Stunden vorher angekündigt und nach Möglichkeit außerhalb der Geschäftszeiten (Mo–Fr 08:00–18:00 CET) durchgeführt.
8.3. Support ist per E-Mail (support@tracono.com) erreichbar. Der Anbieter strebt eine Erstreaktion innerhalb eines Werktags an.
9.1. Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
9.2. Der Kunde ist für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bei der Nutzung der Plattform (insb. DSGVO, UStG, BAO, RKSV) selbst verantwortlich.
9.3. Der Kunde ist verpflichtet, regelmäßige Datensicherungen seiner Daten durchzuführen (z.B. über die Export-Funktion oder Cloud-Backup).
9.4. Die Nutzung der Plattform für rechtswidrige Zwecke, insbesondere Spam-Versand, ist untersagt. Einzelheiten regeln die Nutzungsbedingungen.
10.1. Kostenpflichtige Module können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Der kostenlose Plan läuft ohne zeitliche Befristung, vorbehaltlich der Änderungsrechte in §12.
10.2. Bei jährlicher oder halbjährlicher Zahlungsweise ist eine vorzeitige Kündigung innerhalb der Vertragslaufzeit ausgeschlossen. Nicht genutzte Leistungen werden nicht erstattet.
10.3. Der Anbieter ist berechtigt, den Vertrag bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen oder bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen fristlos zu kündigen.
10.4. Nach Kündigung stehen die Kundendaten 30 Tage zum Export zur Verfügung (JSON, CSV, ZIP-Komplett-Export). Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten unwiderruflich gelöscht.
11.1. Die Haftung des Anbieters ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.
11.2. Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist ausgeschlossen.
11.3. Die Haftungsobergrenze entspricht dem vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlten Entgelt, mindestens jedoch € 100,00.
11.4. Der Anbieter haftet nicht für Datenverlust, soweit der Kunde seiner Pflicht zur regelmäßigen Datensicherung nicht nachgekommen ist.
11.5. Die Haftung für von Drittanbietern verursachte Störungen (Hosting, Zahlungsdienstleister, Integrations-APIs) ist ausgeschlossen.
12.1. Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Frist von 30 Tagen zu ändern. Die Änderung wird per E-Mail angekündigt.
12.2. Preisänderungen werden mit einer Frist von 60 Tagen angekündigt und treten zum nächsten Abrechnungszeitraum in Kraft. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens.
12.3. Die fortgesetzte Nutzung der Plattform nach Inkrafttreten der Änderungen gilt als Zustimmung.
13.1. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des IPRG.
13.2. Gerichtsstand ist das am Sitz des Anbieters örtlich und sachlich zuständige Gericht.
13.3. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
13.4. Nebenabreden und Änderungen bedürfen der Schriftform (E-Mail genügt).